Am 12. März 2025 durften wir die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Frau Ina Brandes, bei uns an der FGW in Remscheid zusammen mit weiteren Vertretern der Politik sowie der Presse willkommen heißen.
Highlight des Besuchs war die Vorstellung unserer Forschung und Entwicklung in den Bereichen Werkzeuge, Werkstoffe, 3D-Druck und Künstliche Intelligenz (KI). Vorgeführt von uns und von Frau Ministerin Brandes selbst ausprobiert wurden:
Ein besonderer Moment des Besuchs war die interaktive Live-Demonstration von KI an Lüftern. Ministerin Ina Brandes nahm selbst einen Datensatz auf, trainierte ein KI-Modell und setzte es unmittelbar im Live-Betrieb ein.
Mit dem Projekt EFRE Forschungsinfrastruktur Tool.Lab.NRW, das mit 5,2 Millionen Euro mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW (MWIKE NRW) gefördert wird, entsteht im Verlauf von 2025 hier in Remscheid ein Innovationslabor zur Unterstützung des Mittelstands. Mit modernsten Analysemethoden, wie Focused-Ion-Beam-Rasterelektronenmikroskopie und Röntgen-Computertomografie, können Werkstücke und Materialien dynamisch und unter Belastung bis ins kleinste Detail untersucht werden, um diese dann gezielt für neue Produkte zu optimieren.
Nachhaltigkeit und Digitalisierung als zentrale Themen
Unsere Forschung zielt darauf ab, den Mittelstand zu stärken, indem wir Werkzeuge und Werkstoffe neu denken und Innovationen direkt in die Industrie bringen. Im Fokus stehen dabei Maschinen- und Handwerkzeuge, nachhaltige Materialien sowie die KI-gestützte Transformation. Ein herausragendes Beispiel ist eine neuartige Crimpzange mit hohem Holzfaseranteil – biologisch abbaubar und leichter zu recyceln. Durch die Fertigung mittels additiver Fertigung oder Spritzguss kann eine Crimpzange aus nur einem Bauteil hergestellt werden, was einer Reduzierung der Bauteile um den Faktor 40 darstellt. Auch in der Stahlverarbeitung beteiligen wir uns an der Entwicklung und dem Einsatz von Zukunftstechnologien: Hochtemperaturprozesse, die derzeit durch Gas betrieben werden, können so elektrifiziert und die Abhängigkeit von einer Gasversorgung minimiert werden.
Zusammenarbeit mit dem Mittelstand
Die enge Kooperation mit regionalen Unternehmen bietet vielfältige Vorteile, insbesondere beim Einsatz von neuen Ansätzen und KI. Auf KMU wird insbesondere auch in Bezug auf Datensicherheit, Datenhoheit und dem bestehenden Maschinenbestand eingegangen. Die Herausforderung besteht nicht nur darin, diese Technologien für den Mittelstand bezahlbar zu machen, sondern auch nahtlos in bestehende Prozesse zusammen mit dem Personal zu integrieren.
Ministerin Ina Brandes betonte die enge Verbindung zwischen unserem Institut und der mittelständischen Industrie: „Besonders beeindruckend ist die enorme Nähe zum Mittelstand. Dass man zusammensitzt und gemeinsam überlegt, wie Lösungen aussehen müssen, mit denen der Mittelstand arbeiten kann.“ Gerade beim Thema Künstliche Intelligenz sei es entscheidend, dass Unternehmen die positiven Aspekte nutzen können, ohne hohe Investitionen tätigen zu müssen.