Formgedächtnislegierungen

 
Formgedächtnislegierungen sind intelligente Materialien die als kompakte Antriebe oder hochflexible Feder-Dämpfer-Systeme eingesetzt werden können. Beide Funktionen, Formgedächtnisaktoren und Federelemente, beruhen auf der sogenannten martensitischen Phasenumwandlung. Bei dieser wandelt die Hochtemperaturphase Austenit bei tiefer Temperatur zu Martensit um. Die Reversibilität der Austenit-Martensit-Umwandlung ist die wichtigste Voraussetzung für das Auftreten von Formgedächtniseffekten. Die Formgedächtnislegierung lässt sich dabei im martensitischen Zustand leicht mechanisch verformen. Erfolgt durch eine anschließende Erwärmung die Rückumwandlung von Martensit in Austenit, so bildet sich die Verformung wieder zurück. Die zweite Besonderheit ist das ungewöhnliche Verformungsverhalten des Austenits. In dieser Phase ist der Effekt der Pseudoelastizität (auch bekannt als Superelastizität) zu beobachten. Hierbei erfolgt eine Umwandlung von Austenit zu Martensit nicht durch thermische, sondern durch mechanische Triebkräfte, beispielsweise durch das Beaufschlagen mit einer Kraft. Wird die mechanische Spannung wieder zurückgenommen, erfolgt eine Rückumwandlung. 




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Herr Dr. Alexander Czechowicz

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